Unsere WIA-Konzeption

Am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Offenburg (Grundschule) stellt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und Globales Lernen, neben Inklusion, Interkulturalität und Medienbildung, einen von vier Schwerpunkten der Ausbildung dar. 2018 wurde BNE im Leitbild verankert unter „Menschen stärken – Zukunft nachhaltig gestalten“. Hierbei hat das Seminar Offenburg das Ziel formuliert, berufstüchtige Lehrerinnen und Lehrer für die Zukunft zu qualifizieren. Wichtige Leitbegriffe sind dabei unter anderem Verantwortung für sich und andere, Offenheit und Achtsamkeit. 

Die Grundlagen unserer Arbeit bilden der Bildungsplan 2016 mit der Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Agenda 2030 und der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung.

Wir sehen Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsaufgabe, bei der alle an der Institution Beteiligten integriert und zunehmend aktiv beteiligt werden. Es ist keine zusätzliche Aufgabe, sondern ein Perspektivenwechsel.

Mit dem Kurs 2016 begann ein kontinuierlicher BNE – Prozess, der von der BNE-Gruppe initiiert und von Ausbilder*innen und Lehramtsanwärter*innen mit gestaltet wurde. Ziel ist es, Kompetenzen anzubahnen, die Lehrer*innen im Feld des Globalen Lernens als Teil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (Link zu den Kompetenzen von Gregor), benötigen. Der gesamte Prozess dauerte vier Jahre. Die einzelnen Schritte, Maßnahmen und Ergebnisse werden in der Prozessdokumentation dargestellt.

BNE –Start ist in jedem Kurs der Kick-Off Tag (Link zum Modul Lehre) im Frühling.

Selbstverständnis der BNE Gruppe (Begründung des Vorgehens)

Ein erster, wichtiger Schritt nach der Entscheidung der Projektbeteiligung war die Bildung einer BNE-Gruppe. Die Gruppe setzt sich aus drei Personen zusammen, die den Fachbereichen Sachunterricht und Ästhetik zugeordnet sind. Eine Erweiterung der Gruppe ist angedacht und in Teilen auch umgesetzt.

Die BNE-Gruppe versteht sich als Motor, Initiator und Impulsgeber für die Implementierung BNE/GL am Seminar und den damit ausgelösten Prozess. Dabei sehen wir unsere Aufgabe im Anregen und Begleiten der Kolleg*innen und Lehramtsanwärter*innen und fordern sie auf, selbstbestimmt und gemeinsam mit anderen das Seminar (und Schule) nachhaltig zu gestalten. Besonderen Wert legen wir auf die Beteiligung aller Personen am Seminar; alle sollen den von uns initiierten Prozess mitgestalten und an Entscheidungen beteiligt werden, um zunehmend Verantwortung für einzelne Bereiche zu übernehmen. Die von uns ins Zentrum gestellte Partizipation ist ein zentraler Gelingensfaktor, da die demokratisch getroffenen Entscheidungen und die damit verbundenen Umsetzungen breite Zustimmung erzielt.

 

Zielsetzungen

Was wollen wir als Institution? Partizipation
Wir gestalten als Institution mit allen Beteiligten kontinuierlich eine nachhaltig geprägte Gegenwart und Zukunft an unserem Grundschul-Seminar, was sich auch in unserer Seminar-Kultur zeigt.

Was tun wir? Modell sein
Wir bieten den Lehramtsanwärterinnen und –anwärtern vielfältige Erfahrungsräume und Anregungen, ermöglichen den Übertrag auf den eigenen Unterricht und begleiten sie in ihrer Entwicklung zielgerichtet.

Was wollen wir erreichen – worauf hoffen wir? Verantwortungsübernahme
Wir schaffen bei den Lehramtsanwärterinnen und –anwärtern ein Bewusstsein für die Zielgruppe der Grundschulkinder und die damit verbundene, besondere Herausforderung und Verantwortung.

Unsere LA werden seit 2016 so, in jedem Kurs, einerseits an der Weiterentwicklung des Seminars beteiligt und andererseits erhalten sie die Möglichkeit eines individuellen Erfahrungsraumes. Von Anfang an führen sie eine Entwicklungsmappe BNE/ GL, indem sie eigene Schwerpunkte über Themen der Nachhaltigkeit setzen, die für sie persönlich bedeutsam sind und die sie in ihrer Arbeit in Schule und/ oder am Seminar verfolgen. Was hiermit am Seminar angebahnt wird, soll tragfähig sein, um damit als zukünftige Lehrer*innen Unterricht und Schule in Bezug auf BNE/GL weiter zu gestalten.

Prozessdokumentation

Seit 2016 durchläuft jeder Kurs in Zusammenarbeit mit den Ausbilder*innen einen kontinuierlichen BNE/GL – Prozess, als Hilfestellung zum Umdenken für eine lebenswertere Zukunft. Unter der Überschrift „Tun- was wir lehren“ wollen wir BNE und GL am Seminar ganzheitlich umsetzen.

Im Zeitraum 2016 bis 2019 haben wir eine Entwicklung durchlaufen, die die Segmente des „Radmodells“ immer deutlicher zur Umsetzung bringt. Waren es 2016 eher noch einzelne additive Maßnahmen, ist BNE/ GL in der Zwischenzeit im ganzen Haus, durchgängig präsent. Lag die Verantwortung in Bezug auf die Realisierung 2016 noch fast ausschließlich bei der BNE-Gruppe, gelang es bis 2019 alle Personengruppen am Seminar zu beteiligen.
Zur Dokumentation des Projektprozesses Teil 1

BNE –Start ist in jedem Kurs der Kick-Off Tag im Frühling.
Aus dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung ergeben sich konkrete Ideen und Umsetzungsschritte, die in Absprache mit dem BNE -Team von den entsprechenden Personengruppen zu verantworten und umzusetzen sind.
Die Maßnahmen und die Ergebnisse der letzten vier Jahre haben kontinuierlich zu einer Weiterentwicklung in vielen Bereichen geführt.
Link Dokumentation des Projektprozesses Teil 2

Kooperationen

Seit Jahren pflegt das Seminar Offenburg langjährige Kooperationen zu verschiedenen Einrichtungen, die uns in unserer Arbeit unterstützen. Nachfolgend werden die wichtigsten Kooperationspartner*innen benannt:

  • EPIZ Reutlingen
  • Weltladen Regentropfen Offenburg; Arbeitskreis Peru; project child ngo; ...
  • Vision Hope: Ausstellung "Zeich(n)en von Hoffnung"
  • Naturschule Ortenau (siehe Lehre Exkursion)
  • Hochschulen
  • Seminare
  • ...
Globales Klassenzimmer

Ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit mit dem Weltladen Regentropfen ist Ende 2018 die Einrichtung eines globalen Klassenzimmers am Seminar Offenburg.
Die BNE-Gruppe hat den Raum nach den Kriterien eines globalen Klassenzimmers konzipiert. Die Gestaltung und Nutzung des Raumes befindet sich in kontinuierlicher Weiterentwicklung.